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[Translation] rockpages.gr: Nightwish - Interview with Tuomas Holopainen (2004) - Interviews

Quelle: rockpages.gr
Autor: George Anasontzis and Sakis Nikas

Während die Erinnerungen an das diesjährige Rockwave Festival immer noch frisch sind, war eine der Gruppen, die nur Gutes erhielt und ihrem Ruf gerecht wurde, Nightwish. Rockpages traf den Hauptkomponisten und Keyboardplayer der finnischen Band, Tuomas Holopainen, kurz vor ihrem ersten Auftritt überhaupt in Griechenland im Backstagebereich. Das neue Album „Once“ war unser Hauptgesprächsthema und Queensryche unser musikalischer Hintergrund. Alles lief problemlos, obwohl Mr. Anasontzis sich für K.K. Downing and Ian Hill vorbereiten musste. Was für ein Druck…

Interview: George Anasontzis and Sakis Nikas

Rockpages.gr: Freust du dich auf die heutige Show?

Tuomas Holopainen: Sehr. Es ist eines der Konzerte, auf das wir uns am meisten gefreut haben. Es liegt immer eine ganz besondere Spannung in der Luft, wenn du zum ersten Mal in einem Land spielst. Wir wissen nicht wirklich was uns erwartet. Es ist also ein ganz besonderer Moment.

Rockpages.gr: Weißt du eigentlich, dass „Once“ auf Platz eins der griechischen Charts ist?

Tuomas Holopainen: Ja, ich habe es eben erst erfahren! Es ist unglaublich und ich danke euch.

Rockpages.gr: Es ist offensichtlich, dass „Once“ viel härter und Gitarren orientierter ist und mehr Duetts zwischen Marco und Tarja zu bieten hat. Wie ist es dazu gekommen?

Tuomas Holopainen: Ich plane so etwas nie im Voraus. Ich schreibe einfach die Songs und habe keine Absichten…sagen wir mal, ein härteres Album zu machen. Die Songs entstanden ganz natürlich und sie wurden so wie ich sie mir vorgestellt habe. Vielleicht hatte es etwas mit der Tatsache zu tun, dass ich dieses Mal während des Schreibprozesses meine E-Gitarre benutzte, wogegen ich bei den vorherigen Alben meine Keyboards benutzte.

Rockpages.gr: Wie ist der indianische Song „Creek Mary’s Blood“ entstanden?

Tuomas Holopainen: Ich bin unheimlich fasziniert von der indianischen Kultur. Es ist meine Obsession. Einer meiner liebsten Filme aller Zeiten ist „Der mit dem Wolf tanzt“ und ich habe viele Bücher über Indianer gelesen. Also war es an der Zeit einen Song für sie zu schaffen und er ist sogar mein Lieblingsstück auf dem Album.

Rockpages.gr: Was ist das Konzept hinter „Once“? Uns ist aufgefallen, dass das Wort „once“ in den Texten von vier Songs vorkommt und das Album mit dem Satz „Once I had a dream…“ beginnt.

Tuomas Holopainen: Es gibt nicht wirklich ein Konzept hinter „Once“. Jeder Song erzählt eine andere Geschichte und das Wort „Once“ hat in jedem dieser Songs eine andere Bedeutung. Aber wenn ich etwas mit „Once“ ausdrücken sollte, dann wäre es wirklich das, was der erste Satz des Albums aussagt: „Once I had a dream and this it it“.

Rockpages.gr: Und was ist dieser Traum?

Tuomas Holopainen: Wir haben von unseren vorherigen Alben gelernt. Der Schreibprozess von „Once“ war großartig und es ist das erste Mal, dass ich so viel Vertrauen in ein Album habe.

Rockpages.gr: Wurde dein Traum erfüllt?

Tuomas Holopainen: Ich denke er wurde mit „Once“ erfüllt, da ich es für unser bestes Album halte. Aber ich glaube sehr stark an unser nächstes Album, welches, wie ich denke, viel besser sein wird.

Rockpages.gr: Okay! Wann können wir es erwarten?

Tuomas Holopainen: Das ist wirklich schwer zu sagen, aber definitiv nicht vor 2007.

Rockpages.gr: Denkst du, dass es vielleicht Zeit ist für ein Nebenprojekt? Wir haben vor ein paar Monaten mit Liv Kristine gesprochen und sie hatte erwähnt, wie viel ihr gemeinsam habt, musikalisch gesehen…

Tuomas Holopainen: Richtig. Aber die Wahrheit ist, dass wir mit Nightwish Konzerte bis Ende 2005 gebucht haben. Danach werde ich ein Jahr brauchen um das neue Album zu schreiben und sechs Monate im Studio. Wenn du das addierst, wirst du sehen, dass das Album 2007 veröffentlicht werden wird.

Rockpages.gr: Denkst du, dass diese anderen Bands mit weiblichem Gesang, zum Beispiel Lacuna Coil oder After Forever, in eure Fußstapfen treten?

Tuomas Holopainen: Ich weiß nicht. Vergiss nicht, dass The Gathering and Theatre of Tragedy vor uns da waren. Auch Within Temptation haben zur selben Zeit angefangen wie wir.

Rockpages.gr: Ja, aber keine dieser Gruppen haben solchen Erfolg wir ihr. Es ist nicht übertrieben wenn wir sagen, dass Nightwish weiblichen Gesang in Mode gebracht hat.

Tuomas Holopainen: Okay! (lacht) Das zu hören schmeichelt mir. Aber bis heute habe ich keine Band gehört die wie Nightwish klingt. Alle diese Bands haben einen sehr einzigartigen Stil. Auch muss ich sagen, dass es ein erhöhtes Entstehen von Metalbands gibt, verursacht durch den Erfolg von Evanescence.

Rockpages.gr: Freut ihr euch auf eure erste Headliner-Tour in den U.S.A. mit Lullacry als Vorband?

Tuomas Holopainen: Sehr. Unser erstes Mal in den U.S.A. und gleich als Headliner! Dort tut sich einiges. Alles ist möglich in diesem Land. Vor ein paar Jahren hätte ich niemals gedacht, dass wir dort eine Chance hätten. Aber wie gesagt, dort gibt es ein wachsendes Interesse and Metalacts dank Evanescence.

Rockpages.gr: Was ist das Geheimnis hinter eurem Erfolg? Das Neuartige an dem sopranen weiblichen Gesang, die guten Kompositionen?

Tuomas Holopainen: Ich denke es ist das Gesamtpaket. Heutzutage suchen die Leute nach etwas neuem. In der Musik ist alles gesagt und getan. Wenn du etwas Einzigartiges siehst oder hörst, erweckt es immer dein Interesse. Charisma wird auch benötigt, Tarja ist unser Charisma… also haben wir ein gutes Gesamtpaket. Außerdem wissen die Leute unsere Ehrlichkeit zu schätzen. Nightwish waren nie ein Produkt. Wir haben unser eigenes Ding gestartet und bleiben dem treu.

Rockpages.gr: Ihr hattet euch als Teilnehmer für Finnland beim Eurovision Songcontest beworben.

Tuomas Holopainen: Korrekt. Es gab 270 Kandidaten und wir kamen auf den dritten Platz. Aber in Wahrheit repräsentiert dieser Wettkampf alles was ich an Musik hasse.

Rockpages.gr: Warum habt ihr dann teilgenommen?

Tuomas Holopainen: Wir wollten ein Statement gegenüber den ganzen konservativen Musikleuten machen.

Rockpages.gr: Queensryche spielen gerade, während wir miteinander sprechen. Ihr seid direkt nach ihnen dran…Kommentare?

Tuomas Holopainen: Das ist unglaublich! Queensryche ist eine legendäre Band und wir spielen nach ihnen, wie wir es in Spanien mit Sepultura gemacht haben. Wow! (laughs)

Rockpages.gr: Letzte Frage: Würdest du uns erzählen welche drei Alben du mit dir nehmen würdest, wenn du auf einer einsamen Insel ausgesetzt werden würdest?

Tuomas Holopainen: Vangelis’ Oceanic, wahrscheinlich das beste Album überhaupt, Metallica’s Black album, das erweckte den Metal Verrückten in mir und den Gladiator Soundtrack.

Rockpages.gr: Übrigens, „Once“ klingt in wenig wie Metallica. Wurdest du von ihnen beeinflusst?

Tuomas Holopainen: Vielleicht unterbewusst! (lacht)

Rockpages.gr: Tuomas, vielen Dank.

Tuomas Holopainen: Danke, wir sehen uns.

added by Sabrina on 13.10.06article also available in:  | printer friendly version

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