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[Translation] BeyondEarCandy.com: Tuomas Holopainen Interview (2004-09) - Interviews

Quelle: BeyondEarCandy.com
Autor:Ann Marie Reilly

Am 5. September rief BeyondEarCandy.com-Reporterin Ann Marie Reilly vor dem letzten Konzert der Tour in Seattle beim Nighwish-Manager Ewo Rytkönen an, um ein Interview mit Tuomas Holopainen zu führen. Nach mehreren Versuchen, Tuomas auffindbar zu machen, entscheidet sich Ewo, nach Erfolg seiner Suche zurückzurufen. Endlich kommt das Gespräch durch.

TH: Hallo, hier ist Tuomas.

BEC: Hi Tuomas, wie geht's Dir?

TH: Danke, mir geht's gut, und Dir?

BEC: Super. Hast Du viele Interviews geben müssen?

TH: Ja, ein paar, es ist eigentlich nicht so schlimm.

BEC: Ich freue mich schon darauf, etwas von Deinen Eindrücken über die Tour zu erfahren, jetzt wo sie sich dem Ende nähert, aber zuerst wollte ich Dir noch erzählen, daß ich letze Woche Gelegenheit hatte, mit John Two-Hawks zu sprechen.

TH: Wirklich!? Telefonisch, oder?

BEC: Ja, telefonisch. Er war in Arkansas. Ich bin in New Jersey. Ich habe über anderthalb Stunden mit ihm gesprochen. Er ist fantastisch.

TH: Wirklich, das ist toll. Ich hab schon ewig nichts mehr von ihm gehört. Wie geht's ihm?

BEC: Ihm ging's super. Nach einem derart faszinierenden Interview hab ich mich entschlossen, auch einen Artikel über ihn zu schreiben. Ich schick Ewo den Link, dann kannst Du ihn auch mal lesen.

TH: Oh, das ist cool.

BEC: Er sagt, daß er versuchen würde, sich irgendwie mit Dir während der Tour zu treffen. Ich vermute, Du hattest bislang keine Gelegenheit, mit ihm zu sprechen?

TH: Nein. Ich hab mehrmals versucht, ihn anzurufen, konnte ihn aber nicht erreichen.

BEC: Er sagte, daß das Ergebnis von Creek Mary's Blood genauso war, wie er es sich vorgestellt hat. Er empfand es so, daß der Grund dafür war, daß ihr in musikalischer Hinsicht seelenverwandt seit. Hast Du das auch so empfunden?

TH: Ja, das waren wir irgendwie. Es war fast wie Magie im Studio wegen allem, was er getan hat, weißt Du, wenn er zugestimmt hat, dann hab ich zugestimmt und bei bestimmten Dingen, die nicht so toll waren, sagte er sofort zu mir "Das war nicht gut." und ich antwortete "Richtig, das war es nicht.", es war also wirklich wie etwas Wechselseitiges, daß sich da zwischen uns beiden ereignete.

BEC: Er sagte auch, daß er während des Schreibens von Creek Mary's Blood dachte, daß Du genauso wie ein echter Indianer geworden wärest. Er meinte, Du seiest quasi in ihre Mokassins geschlüpft. Hast Du das auch so empfunden? Wie hast Du es geschafft, Dich so gut in diese Leute hineinzuversetzen?

TH: Ja, das bin ich, für mich ist das immer noch ein Kompliment. Ich denke, daß ich irgendwie in kreativer Hinsicht in ihre Kultur hineingewachsen bin, weil ich viele Bücher über ihre Geschichte und Kultur gelesen habe und etwa hundertmal "Der mit dem Wolf tanzt" gesehen habe und all sowas, so daß ich quasi ein wenig verstehen kann, was sie durchmachen und wie ihre Gedankenwelt aufgebaut ist.

BEC: Ja, John hat viele nette Dinge über Dich und die Musik gesagt.

TH: Ich freue mich, das zu hören.

BEC: Bezüglich Deines indianischen Namens hat er gesagt, daß es für ihn das erste Mal gewesen sei, daß er eine Namenszeremonie durchgeführt hat. Wußtest Du das?

TH: Ja, das hat er mir erzählt und es war wirklich eine außerordentliche Erfahrung. Ich meine, es war unglaublich. Ich hab wirklich irgendetwas gefühlt, als sie das Ritual durchgeführt habe und ich fühlte mich sehr geehrt. Mir gefällt sogar... Es war immer so, daß ich nie ein Tatoo wollte, aber darüber würde ich sogar ernsthaft nachdenken, vielleicht auf dem Arm oder so, es gibt ja bereits so viele Fans, die mich "Shadow Wolf" anstatt Tuomas nennen. (lacht)

BEC: Das ist wirklich cool

TH: Ja, das ist es.

BEC: Ein weiterer Song auf der Once, mit dem sich die amerikanischen Fans wirklich gut identifizieren können, ist "Higher Than Hope". Die Geschichte von Marc Brueland ist natürlich sehr bewegend, aber wie wurdest Du dazu inspiriert, einen Song über ihn zu schreiben?

TH: Also, ich bin ein sehr enger Freund der ganzen Familie, sie sind sogar die ganze Zeit für vier Konzerte hier bei uns (an der Westküste) und morgen fliegen sie mit mir nach Finnland. Sie werden etwa zehn Tage bei meinen Eltern und meiner Familie in meiner Heimat verbringen. Wir sind uns sehr nahegekommen und ich bin seinen Weg etwa drei Jahre lang mit ihm zusammen gegangen, bevor er schließlich gestorben ist, es war also etwas wirklich berührendes und ich hatte einfach das Gefühl, darüber einen Song schreiben zu müssen.

BEC: Ich hab gesehen, daß Marco mit Dir zusammen den Song geschrieben hat. Welchen Beitrag hat er geleistet?

TH: Er hat fast die gesamte Musik geschrieben. Ich hab die Texte geschrieben und auch etwas von der Musik, aber es war der letzte Song, den wir für dieses Album gemacht haben und Marco ist mit diesem Song angekommen. Während des Demo-Songs hatte ich diese Melodien und sagte "OK, es passt genau zu der Intention dieses Textes, den ich über Marc Brueland schreiben will.". Also machten wir das einfach zusammen und das Resultat ist das, was man sich anhören kann.

BEC: Wer hatte die Idee, die Stimme von Marc in dem Song zu verwenden?

TH: Das war eigentlich meine Idee, ich dachte einfach, daß es die perfekte Verewigung für ihn wäre, seine Worte an dieser Stelle des Stückes zu benutzen. Ich wollte wirklich keinen "harten" Song aus seiner Geschichte machen und ich wollte ebensowenig irgendwie eine käsige Ballade machen und dieser Song, den Marco da hatte, war perfekt dazwischen, er ist eine Art Halbballade, hat aber auch einen richtig, richtig harten Punch, daher denke ich, daß es perfekt gepasst hat.

BEC: Woher stammt die Phrase "Red Sun Rising"? Ist sie eine Tolkien-Referenz?

TH: Um ehrlich zu sein, kam diese Phrase aus "Herr der Ringe Teil 2", wo Legolas sagt: "Eine rote Sonne geht auf. Blut ist heute nacht vergossen worden." Das ist eine perfekte Metapher. Aber ich bevorzuge ‘Drown without inhaling.', weil ich mit Marc noch zehn Minuten, bevor er gestorben ist, telefoniert habe. Alles, was ich aus dem Telefonhörer hören konnte, war dieser keuchende Klang, ich konnte seine Worte kaum verstehen. Das war schrecklich. Das war wirklich schlimm.

(Pause)

BEC: Was war Deine Reaktion auf den Erfolg der U.S.-Tour und der Resonanz der Fans?

TH: Persönlich bin ich irgendwie durcheinander (lacht), aber in einer sehr positiven Art und Weise, weil wir so etwas nie von den Fans erwartet hätten. Ich meine, die Reaktion der Fans ist nahe dem, wie es normalerweise in Südamerika ist. Sie sind wirklich leidenschaftlich und wild, wenn es um die Musik geht und wir haben nie wirklich etwas derartiges erwartet. Ich wußte, daß die Verkäufe ziemlich gut laufen. Sie kennen bereits die Songs vom neuen Album, obwohl es noch gar nicht veröffentlich ist. Ich vermute, daß sie es importiert haben oder so. Ich meine, das ist die größte Überraschung; die Fans, sie sind so freundlich, so leidenschaftlich. Insgesamt war die Tour wirklich ein großer Spaß, weil wir an Orten gespielt haben, wo wir noch nie gewesen sind, es ist also alles neu und da wir noch ziemlich unbekannt hier sind, gibt es auch keinen vergleichbaren Druck, wie wenn wir beispielsweise in Finnland oder Deutschland auftreten würden. Also es war eigentlich eine ziemlich entspannte Tour und ein großes Vergnügen.

BEC: Weißt Du, ob noch andere Auftritte neben NYC und den abgesagten kanadischen Konzerten ausverkauft waren?

TH: Ich denke, Los Angeles war ausverkauft. Es gab auch noch ein paar andere, ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Anaheim war auch ausverkauft.

BEC: Was war Dein Eindruck von der Show in New York?

TH: Das war vielleicht die zweitbeste Show der Tour. Es war wirklich unglaublich und ich war irgendwie stolz, daß die Road Runner-Leute zufällig dort waren (lacht), mir hat die Show wirklich gefallen und mit Jens Johansson einen Song zu spielen war auch eine Ehre für uns, deshalb hab ich diese und die Show in Anaheim wirklich im Gedächtnis behalten. Das waren die besten bislang.

BEC: Hast Du Dir Sorgen gemacht, als die Absperrung zusammengebrochen ist und die Fans der kleinen Bühne so nahe kamen?

TH: Es war ein wenig gruselig, aber weißt Du, da stand ein großer Security-Mensch vor uns. Wir haben uns eigentlich eher darum Gedanken gemacht, daß sie das Konzert abbrechen könnten oder so, aber ich freue mich einfach, daß sie es haben weiterlaufen lassen und ich denke, es hat sich niemand verletzt oder sowas. Um ehrlich zu sein, empfand ich eine Art (perverse) Befriedung bezüglich der ganzen Sache, weil es einfach gezeigt hat, wie leidenschaftlich die Leute waren. Es war irgendwie cool, daß sowas mit diesem Publikum passiert ist.

BEC: War es eine Ablenkung, die Fans auf die Bühne zu ziehen?

TH: Ich mache mir über solche Sachen überhaupt keine Gedanken. Es ist egal. Tu, was Du tun mußt.

BEC: Habt ihr einen Bus für die gesamte Tour quer durchs Land verwendet oder seid ihr auch geflogen?

TH: Wir sind diesen Morgen von San Francisco nach Seattle geflogen, das war unser einziger Flug. Ja, ich hatte vergessen zu erwähnen, wieso diese Tour so viel Spaß gemacht hat, es war wegen des Busses. Flughäfen und den ganzen Aufstand mit dem Bürokratiekram und all solche Sachen hasse ich wirklich. Man hat die Gewißheit, daß man nach dem Konzert einfach zum Bus gehen, sich ein paar Drinks genehmigen, schlafen gehen und am nächste Morgen beim nächsten Veranstaltungsort aufwachen kann, weißt Du. Ich liebe dieses vagabundenähnliche Leben. Ich liebe Busse und darin zu reisen.

BEC: Hat Dir das ermöglicht, viel vom Land zu sehen oder hast Du auf den meisten Busreisen geschlafen?

TH: (Lacht) Die meiste Zeit hab ich geschlafen, aber tagsüber haben wir auch ein paar fantastische Sehenswürdigkeiten gesehen. Zum Beispiel Dinge wie in Colorado oder Arizona. Ich liebe die öde Schönheit der Wüste in Arizona, solche Orte wie Death Valley und die Rocky Mountains in Colorado, es liegt eine ganze Menge Romantik darin, einfach im Bus zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen.

BEC: Ich weiß, daß es ein paar Probleme mit Lullacrys Bus gab. Gab es auch ein paar "Tourkatastrophen" bei Nightwish, über die ihr hoffentlich später mal lacht?

TH: Ja, sie hielten etwa zwei Tage an und es war bereits der dritte Bus und Fahrer für Lullacry und auch mit unserem Bus gab es ziemlich viele Probleme. Zum Beispiel ist die Klimaanlage in Arizona kaputtgegangen. Man kann sich sicher vorstellen, wie heiß es dann wurde. Ich denke, alles ist wirklich glattgelaufen, ausgenommen diese ganzen Schrerereien mit dem Bus, insgesamt ist die Klimaanlage etwa ein halbes Dutzend mal ausgefallen, aber wen interessiert's, darum geht es doch beim Touren.

BEC: Ist Tarja mit Euch im Bus gereist, oder hat sie spezielle Reisemöglichkeiten genutzt?

TH: Auf längeren Distanzen ist sie geflogen, aber auf den kürzeren ist sie mit uns im Bus geblieben.

BEC: Hat das einen Einfluß auf die Chemie innerhalb der Band?

TH: Überhaupt nicht (Anmerkung des Übersetzers: Harharhar). Weißt Du, wir haben gelernt, daß man auch mit wirklich kleinen Dingen sehr vorsichtig sein muß und ich verstehe sie da komplett. Zum Beispiel kann die Klimaanlange im Bus ziemlich schlecht für die Stimme sein. Es hört sich vielleicht lächerlich an, aber es ist wirklich... es ist wahr, weil ich mich auch schon schlecht fühle und Halsschmerzen hab, es setzt einem wirklich zu, in einem klimatisierten Bus und klimatisierten Räumen zu sein und weißt Du, für uns Kerle ist das egal, wir können auch noch spielen, wenn wir halbtot sind, aber Gesang ist da etwas ganz anderes.

BEC: Hattest Du auch eine Chance, Disneyland zu besuchen?

TH: Dort hab ich einen ganzen Tag verbracht. Ich bin dort etwa dreizehn Stunden lang herumgelaufen. Die Öffnungszeiten gingen von 9 bis 22 Uhr, also bin ich die ganze Zeit dort herumgewandert und hab mich super amüsiert und viel zu viel Geld für allen möglichen Kram ausgegeben. Ich hab so dummes Zeug wie Staturen oder Charaktere gekauft, die Dinge, die ich für mein Leben gern sammel.

BEC: Ist die restliche Band auch mitgekommen?

TH: Nein, eigentlich war ich der einzige, der dort geblieben ist, der Rest von den Jungs ist in kleine Clubs in L.A. gegangen (lacht), ja, weißt Du, solche Rock'n'Roll-Geschichten, aber weißt Du, ich hab mich entschieden, lieber mit Donald und Goofy abzuhängen (lacht noch mehr).

BEC: Bist Du ganz alleine in den Park gegangen?

TH: Ich war dort der einzige von der Band, aber die Brueland-Familie war zusammen mit mir da.

BEC: Was war dort Dein schönstes Erlebnis?

TH: Ich liebe einfach die ganze Atmosphäre dort. Weißt Du, ich weiß natürlich daß dort alles sehr kommerziell ausgerichtet ist und all sowas, aber ich liebe es trotzdem, weil dort alles so hübsch und so offenherzig ist und alle so freundlich sind. Ich liebe die Atmosphäre und bin natürlich ein Disney-Fan. Verdammt, ich bin ein Disney-Freak. So kannst Du mich nennen, wenn Du magst, ich bin es schon, seit ich drei Jahre alt bin, dort ist es für mich also etwas wirklich Besonderes. Von diesem Ort bekomme ich nie genug.

BEC: Hast Du auch irgendwelche Attraktionen dort besucht?

TH: Ja, den Splash Moutain, das ist meine Lieblingsattraktion. Ich liebe "The Song Of The South", das basiert darauf. Es gibt einen wirklich schönen Moment des Falls am Ende und man wird dabei richtig, richtig naß. Insgesamt interessieren mich solche Attraktionen nicht so sehr, ich liebe einfach nur die Atmospähre sehr.

BEC: Ein paar der Jungs haben sich darüber unterhalten, sich das Dream Theater-Konzert in Massachusetts anzusehen. Hast Du die Show gesehen?

TH: Der Rest der Jungs ist dorthin gegangen, nur ich und Marco sind im Bus geblieben, haben uns ein paar Drinks genehmigt und sind dann schlafen gegangen.

BEC: Wie schafft ihr es bei so vielen Konzerten seit dem Tourstart in Kitee und so vielen, die noch bis zum Ende des Jahres kommen, daß Euch nicht die Puste ausgeht und die Musik lebendig bleibt?

TH: Ich weiß es wirklich nicht, es hört sich vielleicht kitschig an, aber alle in der Band und Crew lieben das, was wir tun, wirklich, und natürlich haben wir auch schlechte Tage und auch wieder Gute, aber immer noch... Es ist immer noch etwas, was wir wirklich gerne machen und das Publikum erzeugt ein ganz besonderes Gefühl. Es ist eine Interaktion zwischen uns und dem Publikum, wenn das Publikum mitgeht, dann muß man einfach auch sofort mitgehen, auch wenn man sich gerade müde oder krank fühlt. Ja, das funktioniert dann wirklich, weil auch wenn man sich noch zehn Minuten vor Konzertbeginn extrem müde fühlt oder man krank ist und kotzen muß, weißt Du, und dann auf die Bühne kommt und das Publikum sieht und zu spielen anfängt, dann funktioniert alles und man fühlt sich für anderhalb Stunden absolut prächtig und nach der Show ist man geheilt. Das kommt wirklich vor. (Nach der Show) fühle ich mich normalerweise immer besser. Die Musik und die Interaktion mit der Menge, das ist alles wie eine heilende Kraft.

BEC: Gibt es irgendwelche Songs, von denen Du müde bist, sie immer wieder zu spielen?

TH: Da gibt es zwei, Wishmaster und Over The Hills And Far Away. Diese beiden sind so etwas wie unsere Live-Hits und die Lieblinge der Fans und es gibt daher keine Möglichkeit, sie auszulassen. Dieses Stück namens Wishmaster müssen wir wohl bis zum Ende von Nightwish spielen, also ist das wirklich, weiß Du, man kommt einfach nicht in die Stimmung, sie zu spielen.

BEC: Planst ihr, für den nächsten Teil der Tour auch ein paar neue Songs einzubauen?

TH: Ja, machen wir, weiß Du, allein schon um das Ganze auch für einen selber interessant zu halten, muß man irgendwann der Setliste ein paar neue Stücke hinzufügen. Daher werden wir, wenn wir nach Hause kommen, erstmal etwa eine Woche Pause machen und danach vor der finnischen Tour Proben veranstalten und dabei vielleicht zwei bis drei zusätzliche Songs für die Setliste einüben. Auf jeden Fall wollen wir "Ghost Love Score" spielen.

BEC: WIRKLICH?!

TH: Ja, wir werden's versuchen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie wir das machen werden. Jeder fragt uns danach, also müssen wir es einfach tun. Es ist mittlerweile in der Tat das Lieblingsstück der Fans auf dem Album, daher wollen wir es wenigstens versuchen.

BEC: Gibt es irgendeine Möglichkeit, daß ihr live mit einem Orchester spielen werdet?

TH: Ich denke, es ist sogar mehr als nur eine Möglichkeit. Es gibt zwar noch keine konkreten Pläne, aber wir hoffen, diese Tour mit drei oder vier Konzerten mit Orchester und Chor und natürlich John Two-Hawks abschließen zu können und dabei das gesamte Once-Album von Anfang bis Ende zu spielen und vielleicht etwa fünf bis sechs ältere Songs und das Ganze zu filmen und danach eine Live-DVD zu veröffentlichen. Ich bin sicher, das werden wir zu irgendeinem Zeitpunkt definitiv hinbekommen. Also, im Moment ist die Rede von Ende nächsten Jahres. Vielleicht ungefähr Oktober oder November 2005, yeah. Früher definitiv nicht. Ansonsten kann ich noch nicht viel erzählen, weil ich bislang kaum genaueres weiß, Ich bin ziemlich sicher, daß es vor Ende 2005 stattfinden wird. Definitiv in Europa und immer am selben Ort (alle Konzerte), wir machen keine Tour, weil das zu teuer und zu viel Aufstand wäre. Also wird es einmalig mit demselben Orchester dreimal hintereinander stattfinden, irgendwie so in etwa. Vielleicht in Deutschland oder England, weiß Du, London, Berlin oder irgendsowas. Ich weiß es wirklich noch nicht.

BEC: Gab es auf der Tour neben NY und Anaheim noch andere, irgendwie besondere Konzerte?

TH: Oh, ich versuche, nachzudenken. Da gab es ein paar Orte, in denen man zu der Örtlichkeit gekommen ist und "Ok, hier sollen wir spielen?" gedacht hat, weil es dort keine Toiletten, keinen Backstage-Bereich, kein gar nichts gab und trotzdem ist das Konzert dann wirklich super geworden, weil wegen der Fans dann alles gut geklappt hat, daher ist das auch immer noch die Sache, die mich auf dieser Tour am meisten überrascht hat.

BEC: Ich weiß, daß die Absage der früheren Konzerttermine für die Fans und sicher auch für Euch eine große Enttäuschung war, gibt es Pläne, diese umzuverlegen? Was ist mit Philadeplphia?

TH: Definitiv, aber das geht dieses Jahr nicht mehr. Es gibt Pläne, diese ganze Sache um den Mai herum nochmal zu wiederholen, ähem... Entschuldigung, März oder April eine Tour zu machen. Und die Chancen stehen eigentlich ziemlich gut, daß es klappen wird, weil das Album ja jetzt auch vor ein paar Monaten rausgekommen ist, also kommen wir nochmal wieder. Und die kanadischen Konzerte werden auch noch vor Weihnachten stattfinden, denke ich. Wir hoffen, daß wir dort dann Ghost Love Score spielen können.

BEC: Eine Sache würde ich Dich gerne noch fragen. Du kannst gerne nein sagen, wenn Du nicht willst, aber wenn wir Bands interviewen, dann fragen wir sie gewöhnlich, ob sie noch etwas sagen würden, daß wir im Radio spielen können. Das lieben unserer Hörer wirklich. Wärest Du so freundlich?

TH: Na klar! Was möchtest Du, daß ich sage?

BEC: Sag einfach Deinen Namen, von Nightwish und irgendwas in der Art wie "Ihr hört BeyondEarCandy.com"

TH: Ok.

"Hallo alle da draußen! Hier ist Tuomas Holopainen, der Keyboarder und Songwriter der finnischen Band Nightwish und ihr hört BeyondEarCandy.com."

TH: Ist das OK?

BEC: Perfekt!

added by KaiserClaudius on 14.08.07article also available in:  | printer friendly version

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